PM May verschiebt Brexit auf den Sanktnimmerleinstag .....

Beiträge 101 - 110 von 196
  • RE: Chaos ohne Ende

    sorros, 31.03.2019 19:33, Antwort auf #100
    Dies vereinfacht es englischen und amerikanischen Parlamentariern auch, gegen die offizielle Parteilinie zu votieren.

    Mag ja theoretisch so sein, stimmt in GB aber nur bei den Konservativen und in USA praktisch gar nicht.

  • RE: Chaos ohne Ende

    Wanli, 31.03.2019 21:56, Antwort auf #101

    Gibt ja auch Wahlsysteme jenseits des Mehrheits- oder reinen Verhältniswahlrechts, im Einsatz beispielsweise in Irland (Norden wie Süden):

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Single_Transferable_Vote

  • RE: Brexit Staffel 5, Folge 37 oder so

    an-d, 02.04.2019 20:47, Antwort auf #102

    Obwohl ich das ganze in verschiedener Hinsicht traurig finde, konnte ich mir ein lautes Lachen beim Lesen dieses Textes nicht verkneifen :  Wegen des großen Erfolges wird das Theaterstück fortgesetzt - so möchten es zumindest die Schauspieler*. https://www.tagesschau.de/ausland/may-brexit-191.html

    Die britische Premierministerin Theresa May will eine weitere Brexitverschiebung beantragen. Außerdem will sie sich mit der Opposition abstimmen, um doch noch eine Mehrheit im Parlament für das Brexit-Abkommen zu erreichen, das bereits drei Mal abgelehnt wurde....Sie betonte, ihre Regierung werde sich an Entscheidungen des Parlaments zum Brexit halten. Durch den möglichst kurzen Aufschub solle das britische Parlament die Zeit bekommen, um doch noch ein Abkommen zum EU-Austritt zu billigen, sagte May.   ....May machte deutlich, dass es bei den Beratungen mit der Opposition nicht um den Austrittsvertrag gehen soll, sondern um die politische Erklärung zu den künftigen Beziehungen.

    Hört sich nach einem echten Plan an. Kann natürlich auch falsch zitiert sein. Aber die Gute ist ja beinhart.

    Das einzig Gesichtswahrende wäre ein schlau überlegtes Referendum ja-nein und wenn nein, dann welche Präferenz. Damit könnten auch die Mängel des ersten Referendums geheilt werden und man hätte auch eine bindende Wirkung in die Bevölkerung.

    Neuwahlen sind überhaupt keine Lösung, weil ein großer Teil der Tories (Hardliner, May) und Teile von Labour, allen voran Corbyn, eine selten dämliche Rolle spielen. Allenfalls wäre es eine Lösung, wenn es eine derart drastische Machtverschiebung gäbe, dass diese Mehrheit gleich auch mal das Wahlrecht demokratisiert.

  • RE: Brexit Staffel 5, Folge 37 oder so

    gruener (Luddit), 03.04.2019 04:07, Antwort auf #103

    ganz so einfach ist das m.e. nicht.

    es gibt in der angelegenheit mehrere player, die die angelegenheit immer wieder hochkochen

    1. hardliner innerhalb der tories und dup sowie eine unfähige opposition. ein gros dieses problems ist dem britischen mehrheitswahlrecht geschuldet.

    2. eine regierungschefin, die ursprünglich gegen einen brexit gewesen ist - ich möchte mit may nicht tauschen. sie kann nur verlieren. aber womöglich verdankt uk ihr, dass das chaos nicht noch gewaltiger ausfällt.

    3. eine hardliner-eu, deren einziges interesse es scheint, die "verrückten briten" in die knie zu zwingen. so, wie es schon ein paarmal geklappt hat, wenn das volk eines eu-mitgliedes gegen deren interessen gestimmt hat. - ich vermisse ein feingefühl: mit uk geht ein viertel der wirtschaftskraft der eu. man sollte also viel daran setzen, dass die zukünftigen wirtschaftsbeziehungen erfolgreich sind. stattdessen scheint das oberste interesse in brüssel zu sein, andere eu-staaten abzuschrecken, denn das gespenst weiterer austritte ist kein völlig utopisches.

    4. sensationshungrige medien - sowohl in uk als auch in der eu. wobei die ör-medien auf dem kontinent ausnahmslos das lied der eu-hardliner trällern. vom parteipolitischen staatsfunk zum bürokratisch-hörigen unionsfunk. auf dass niemand in der eu auf die idee kommen möge, die ordungspolitisch relevante frage der rundfunkgebühren erneut auf die tagesordnung zu setzen.

    ******

    ich wiederhole meine üble festhaltung:

    sollten die briten wider erwarten in der eu bleiben, wird am ende vor allem einer jubilieren. ein antiker feldherr namens pyrrhos.

    eine rücknahme des brexit fliegt der eu intern gehörig um die ohren. einmal abgesehen davon, dass es uk spalten würde. so wie die spanier katalonien nicht wieder in den griff bekommen, würden auch zukünftige britische regierungen der millionen brexit-anhänger nicht herr werden.

    ******

    und da wir grade am ablästern sind.

    vor fünf jahren - vor der europawahl 2014 - erregte ein blaues plakat die deutschen gemüter. ein plakat, das nie gedruckt wurde, lediglich von einer parteiunterorganisation online gestellt worden war.

    angesichts des verhaltens der eu im aktuellen brexit-konflikt ist dieses jedoch aktueller denn je. dessen text lautete: was hat das dicke kind aus nordkorea mit der eu gemein? - das demokratieverständnis.

  • RE: Brexit Staffel 5, Folge 37 oder so

    drui (MdPB), 03.04.2019 18:25, Antwort auf #104

    ich vermisse ein feingefühl: mit uk geht ein viertel der wirtschaftskraft der eu. man sollte also viel daran setzen, dass die zukünftigen wirtschaftsbeziehungen erfolgreich sind.

    Hmm, Deine Sorge um die Wirtschaftskraft der EU in allen Ehren, aber ist dieses Argument nicht vielleicht minimal vorgeschoben, Du wünscht Dir vielmehr ein völliges Scheitern der EU-Technokratie und hast Dir vom Brexit-Votum diesbezüglich mehr separatistisches Rebellentum in Europa erhofft?

    Ich glaube, May hat endlich erkannt, dass sie die Spaltung ihrer Partei nicht mehr aufhalten kann, egal wie es weiter geht. Sollte ein Restfunken Verantwortungsgefühl bei ihr vorhanden sein (was ich noch bezweifle), geht es in die Richtung eines Soft-Brexit, Zollunion bzw. Norwegen/ Schweiz, mit Teilnahme UKs an der Europawahl, denn darauf würde sich Brexitfreund Corbyn einlassen (und damit seine Partei womöglich ebenfalls spalten). Ich persönlich finde diese Lösung inzwischen als die beste. Die Briten können sich wie die Schweizer und Norweger an der Illusion einer eigenständigen nationalen Wirtschaftsmacht ergötzen, auch wenn sie fast alle Normen, Zölle und Regeln von der EU ohne Mitwirkungsmöglichkeiten übernehmen. Gleichzeitig hat die EU einen Quertreiber weniger.

    Ein neues Referendum würde Remain zwar gewinnen, aber nicht so eindeutig, dass es gleichzeitig den Fehler des ersten Referendums korrigieren und das Volk befrieden könnte. Es wäre mit Gewalt verbunden, wie schon vor der ersten Abstimmung, und würde das britische Parteiensystem völlig überfordern.

  • RE: Brexit Staffel 5, Folge 37 oder so

    Dr.Ottl, 03.04.2019 19:10, Antwort auf #105

    Gefunden im Standard-Forum (User leider nicht gemerkt)

    Urban dictionary

    Brexiting: Wenn man sagt, dass man die Party jetzt verlässt und dann 3 Stunden später
    völlig betrunken noch immer alle Leute auf der Party nervt selbst wenn diese einem
    schon x mal gesagt haben wo sich die Türe befindet.
  • RE: Brexit Staffel 5, Folge 37 oder so

    Mirascael, 03.04.2019 22:33, Antwort auf #106

    Also ich hatte vor Jahren - kurz nach dem Brexit-Votum - in einer englischen Zeitung gelesen, dass der Brexit typisch britisch, also sehr "messy" verlaufen werden würde, also praktisch dem (ehemaligem?) deutschem Sinn für Ordnung zuwider.

    So scheint es ja möglicherweise nun auch zu kommen.

    Aber auch wenn apokalyptische Weltuntergangsfieberwahnvorstellungen mal wieder populär sind (e. g. Santa Greta):

    Bei einem Hard Brexit greifen die WTO-Bestimmungen. Dann rumpelts halt mal ein bisschen (wie hin und wieder bei der deutschen Nationalmannschaft - auch wenn die mittlerweile nicht mehr so heissen mag), aber am Ende des Tages wird sich das alles schon regeln, werden in irgendwelchen Konferenzen irgendwelche Übereinkünfte getroffen werden und das Leben weitergehen.

  • RE: Brexit Staffel 5, Folge 37 oder so

    sorros, 03.04.2019 23:39, Antwort auf #107

    Bei einem Hard Brexit greifen die WTO-Bestimmungen. Dann rumpelts halt mal ein bisschen (wie hin und wieder bei der deutschen Nationalmannschaft - auch wenn die mittlerweile nicht mehr so heissen mag), aber am Ende des Tages wird sich das alles schon regeln, werden in irgendwelchen Konferenzen irgendwelche Übereinkünfte getroffen werden und das Leben weitergehen.

    Sischer datt!
    Aber ich glaube immer noch, daß die Briten die Austrittserklärung zurückziehen und das EP mitwählen um dann 2 jahre zeit für den nächsten Anlauf zu haben.

  • RE: Brexit Staffel 5, Folge 37 oder so

    Mirascael, 04.04.2019 00:46, Antwort auf #108

    Bei einem Hard Brexit greifen die WTO-Bestimmungen. Dann rumpelts halt mal ein bisschen (wie hin und wieder bei der deutschen Nationalmannschaft - auch wenn die mittlerweile nicht mehr so heissen mag), aber am Ende des Tages wird sich das alles schon regeln, werden in irgendwelchen Konferenzen irgendwelche Übereinkünfte getroffen werden und das Leben weitergehen.

    Sischer datt!
    Aber ich glaube immer noch, daß die Briten die Austrittserklärung zurückziehen und das EP mitwählen um dann 2 jahre zeit für den nächsten Anlauf zu haben.

    Das würde dann aber auf den St. Nimmerleinstag herauslaufen und dürfte zu einer (weiteren) Radikalisierung der britischen Politik führen.

    Und das Auseinanderdriften der EU dürfte das auch eher beschleunigen als aufhalten.

  • RE: Brexit Staffel 5, Folge 37 oder so

    sorros, 04.04.2019 00:59, Antwort auf #109

    Bei einem Hard Brexit greifen die WTO-Bestimmungen. Dann rumpelts halt mal ein bisschen (wie hin und wieder bei der deutschen Nationalmannschaft - auch wenn die mittlerweile nicht mehr so heissen mag), aber am Ende des Tages wird sich das alles schon regeln, werden in irgendwelchen Konferenzen irgendwelche Übereinkünfte getroffen werden und das Leben weitergehen.

    Sischer datt!
    Aber ich glaube immer noch, daß die Briten die Austrittserklärung zurückziehen und das EP mitwählen um dann 2 jahre zeit für den nächsten Anlauf zu haben.

    Das würde dann aber auf den St. Nimmerleinstag herauslaufen und dürfte zu einer (weiteren) Radikalisierung der britischen Politik führen.

    Und das Auseinanderdriften der EU dürfte das auch eher beschleunigen als aufhalten.

    Ehrlich Mirascel, das glaube ich nicht. Den meisten Briten ist ihre politische Klasse inzwische so peinlich, daß sie erst mal bei sich aufzuräumen versuchen.
    Und insgesamt nutzt dieses Theater der EU. Die Leute sehen, daß die Populisten nix auf die Reihe kriegen.
    Nicht das es nicht genug an der EU zu kritisieren und zu reformieren gäbe, aber niemand traut das diesen Idioten zu.
    Mir ist schon lar, daß du jetzt replizierenen wirst mit dem hinweis auf die Unfähigkeit der proeuropäer.
    Aber unter Blinden sind nun mal die Einäugigen Könige!

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