Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

Beiträge 1 - 10 von 51
  • Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

    gruener (Luddit), 17.10.2016 19:34
    #1

    Wenn alles nach Plan läuft, wird der Markt am Mittwoch starten.

    Wir verzichten - mit gro0ßer Wahrscheinlichkeit - auf eine Prognose zum Ausgang der weiblichen Spitzenkandidatur. Das Rennen dürfte bereits jetzt entschieden sein.

    Akuell kandidieren:

    Katrin Göring-Eckardt

    Sonja Karas (event. - da bislang noch ohne Votum)

    *****

    Ergebnisoffen ist aus meiner Sicht das Rennen um den männlichen Part.

    Akuell kandidieren:

    Robert Habeck - stellvertretender Ministerpräsident Schl.-Holst.

    Anton Hofreiter - grüner Fraktionsvorsitzender im Dt. Bundestag

    Cem Özdemir - grüner Parteivorsitzender

    *****

    Verglichen mit 2012/2013 also genau die umgekehrte Ausgangssituation:

    Vor vier Jahren gab es mit Jürgen Trittin nur einen - aussichtsreichen - männlichen Kandidaten, dafür drei bekannte weibliche Bewerberinnen: Katrin Göring-Eckardt, Renate Künast und Claudia Roth, die auch in dieser Reihenfolge mit jeweils 10 % Abstand ins Ziel kamen. Görig-Eckardt erhielt etwas über 47 % der Stimmen, Roth lediglich 26 %.

  • RE: Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

    last-exit, 18.10.2016 03:27, Antwort auf #1
    #2

    Gibst du noch einige nützliche Links zum Besten?

    Ich nehme an, du plädierst für Habeck. Damit du ihn los bist.

  • RE: Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

    sorros, 18.10.2016 17:30, Antwort auf #2
    #3

    Erst mal die Selbstdarstellung der Kandidatin und der Kandidaten:
    http://www.gruene.de/ueber-uns/2016/gruene-urwahl-die-mitglieder-entscheiden.htm l

  • RE: Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

    gruener (Luddit), 18.10.2016 19:29, Antwort auf #3
    #4

    ich tue mich sehr schwer damit, die situation in der grünen basis einzuschätzen.

    meine vage vermutung: ein zweikampf zwischen hofreiter und habeck. özdemir scheitert, ähnlich wie roth vor vier jahren. die grüne basis tickt weiterhin links. özdemir ist ein oberealo und kommt zudem aus BaWü.

  • RE: Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

    Sigmaalpha, 18.10.2016 22:02, Antwort auf #4
    #5
    özdemir ist ein oberealo und kommt zudem aus BaWü.

    Özdemir wird von den Linken in der Partei aber nicht so stark angefeindet wie Kretschmann oder vor allem Palmer. Zudem hat er Migrationshintergrund. Für deine These spricht vielleicht, dass R2G aktuell irgendetwas vorbereiten (was genau, weiß ich nicht, weil sie von einer Mehrheit auf Bundesebene weit entfernt sind) und jemand wie Hofreiter dazu besser passt.

  • RE: Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

    sorros, 19.10.2016 11:46, Antwort auf #4
    #6

    ich tue mich sehr schwer damit, die situation in der grünen basis einzuschätzen.

    ...

    die grüne basis tickt weiterhin links. özdemir ist ein oberealo und kommt zudem aus BaWü.

    Ich schätze das so ein.

    Die Linken haben auf einer BDK keine 25%, die Realos keine 20%. Die Linken können in der Regel auf BDKen durch radikale Reden besser mobilisieren, aber das funktioniert seit 2 Jahren auch nicht mehr so gut wie früher. Siehe Kretschmanns Zustimmung zum Asylkompromiss.

    In der Mitgliedschaft sind die, sich einer Strömung zuzählenden Leute, eine noch kleinere Gruppe. Also ist die Strömungszugehörigkeit bei einer Urwahl nicht wirklich entscheidend.

    özdemir scheitert, ähnlich wie roth vor vier jahren.

    Das kann man nicht vergleichen. Damals ist ja auch Renate gescheitert. KGE ist gewählt worden, weil die Mitglieder ein neues Gesicht sehen wollten. Im Übrigen noch mal ein Beleg, daß Strömungen eine geringe Rolle spielen.

    meine vage vermutung: ein zweikampf zwischen hofreiter und habeck. özdemir scheitert,

    Robert hat ein bißchen diesen Newcomerbonus, obwohl er VizeMP ist, aber er ist noch relativ unbekannt.
    Toni hat keine Chance. Er wirkt unbeholfen und nicht authentisch. Haare, Anzug und Auftreten passen nicht zusammen. Sein immer wieder mißlingender Versuch, sein bayrisch zu unterdrücken, verstärkt diesen Eindruck.
    Er sollte sich in seiner Perfomance ein Beispiel an Franz Josef Strauß nehmen.

    Damit ich nicht falsch verstanden werde, das alles hat nichts mit meiner politischen Position zu tun. Außerdem könnte ich mit Tony als Spitzenkandidat innhaltlich ganz gut leben. Aber medial wäre er eine Kathastrophe.

    Es läuft zwischen Robert und Cem, es sei denn es kommt noch ein großer Landwirtschaftsskandal, alla BSE, dann hätte Tony eine minimale Chance.
    Wenn sich die Diskussion nicht noch von den Hauptthemen, Flüchtlinge, Islam, Migration, Türkei, Russland, Syrien wegbewegt, gewinnt Cem das Locker.
    Wenn bürgerliche Freiheiten, gesellschaftliche Entwicklungslinien oder ein großes Umweltthema noch aufkommen, hat Robert eine ganz gute Chance.

  • RE: Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

    Bergischer, 21.10.2016 20:09, Antwort auf #6
    #7

    ich tue mich sehr schwer damit, die situation in der grünen basis einzuschätzen.

    die grüne basis tickt weiterhin links. özdemir ist ein oberealo und kommt zudem aus BaWü.

    Aus dem Trio ist der "Oberrealo" ja wohl eher Robert Habeck - dagegen kann man Cem ja schon fast als Grüner "der Mitte" bezeichnen ;-) - ansonsten teile ich Sorros Einschätzung in dem Punkt, dass in der Basis der Mitglieder die politischen "Strömungen" eher eine untergeordnete Rolle spielen.

    Die Linken haben auf einer BDK keine 25%, die Realos keine 20%. Die Linken können in der Regel auf BDKen durch radikale Reden besser mobilisieren, aber das funktioniert seit 2 Jahren auch nicht mehr so gut wie früher.

    Ich habe das Verhältnis von "Fundis" / "Realos" auf den BDKen der letzten rund 15 Jahren eher als 20 % Fundis / 30 % Realos empfunden - dass das mit den linken "radikalen" Reden (was immer auch eine "radikale" Rede sein soll) seit zwei Jahren nicht mehr so funktioniert liegt bestimmt daran, dass ich genau vor zwei Jahren entschieden habe nicht mehr mit dem "Wanderzirkus" zu ziehen ... "lol" ;-)

    meine vage vermutung: ein zweikampf zwischen hofreiter und habeck. özdemir scheitert,

    Robert hat ein bißchen diesen Newcomerbonus, obwohl er VizeMP ist, aber er ist noch relativ unbekannt.
    Toni hat keine Chance. Er wirkt unbeholfen und nicht authentisch. Haare, Anzug und Auftreten passen nicht zusammen. Sein immer wieder mißlingender Versuch, sein bayrisch zu unterdrücken, verstärkt diesen Eindruck.

    Damit ich nicht falsch verstanden werde, das alles hat nichts mit meiner politischen Position zu tun. Außerdem könnte ich mit Tony als Spitzenkandidat innhaltlich ganz gut leben. Aber medial wäre er eine Kathastrophe.

    Das sehe ich gänzlich anderst! - auch weil für mich "Äusserlichkeiten" keine Rolle spielen (dürfen)!

    Ich empfehle wirklich sich mal die Präsentation der Kandidaten anzuschauen: Der einzige der hier als Kämpfer "authentisch Grün" rüberkommt und überzeugt ist der Toni Hofreiter und er ist auch der einzige aller Kandidat/innen der sich die Forderung nach "Sozialer Gerechtigkeit" auf die Agenda schreibt - immerhin eine der vier grünen Grundmaximen! - von den anderen dreien nicht mit einer "Sterbenssilbe" erwähnt - überhaupt machen Robert, Cem und Katrin eher einen "beliebigen" (Establisment) Eindruck - und die "mediale Katastrophe" ist für mich wohl eher Robert Habeck - siehe z.b. seine "trump`sche" Antwort auf die Frage: "Was kann ich besser als die anderen?" ...

    Vorher hätte ich (als bekennender "Fundi"!) für Cem gestimmt, weil mir seine klaren und deutlichen Statements gegen Erdogan gefallen haben - jetzt bekommt aber der Toni mein Stimme, denn ohne mehr soziale Gerechtigkeit sind selbst die besten ökologischen Ideen "nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben sind".

    Meine Einschätzung: Es läuft auf einen Zweikampf Cem gegen Toni hinaus - keine Chance hat Robert.        -

  • RE: Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

    gruener (Luddit), 21.10.2016 20:22, Antwort auf #7
    #8

    ja, der habeck ist ein fall für sich.

    wie er tickt, kann ansatzweise der folgenden grünen pressemitteilung aus dem jahre 2007 entnommen werden.

    in ihr gefällt mir vor allem der satz:

    Eine Verflüssigung der Grenze zwischen Erwerbs- und ehrenamtlicher Arbeit würde die der Vielzahl der Tätigkeiten und Begabungen von Menschen gerecht.

    und hier in gänze:

    PM Nr.001.07 vom 26.01.2007 - Grüne Kulturpolitik gegen eine Politik der Kulturlosigkeit

    Zur Gründung der neuen Landesarbeitsgemeinschaft "Kultur" von Bündnis 90/Die Grünen erklärt der Landesvorsitzende, Robert Habeck:

    Die politische Diskussion - auch in Schleswig-Holstein - konzentriert sich auf Zahlen und ökonomische Fragen. Zu schnell verliert sie dabei das Leben der Menschen aus dem Blick. Dringend notwendig ist, mit der Kultur des "immer schneller", "immer mehr", "immer reicher" zu brechen und den Menschen Freiräume zur Entfaltung kreativer Potenziale einzuräumen.

    Wir Grüne unternehmen mit der Gründung der Landesarbeitsgemeinschaft Kultur den Versuch, eine Gegenbewegung einzuleiten. Wir haben in unseren Reihen überdurchschnittlich viele Kulturschaffende, Kunstinteressierte, kulturell Engagierte. Wir werden zur Kommunalwahl einen deutlichen Akzent auf die Kultur in den Kommunen setzen.

    Talente zu fördern und Toleranz zu leben, bedeutet, die starren Grenzen zwischen Institutionen aufzubrechen - das ist das Gegenteil von Hochschulrat, Profiloberstufe, konventioneller Verkehrspolitik und pompösen Empfängen.

    Ein gesundes, lebensfreundliches, regional-typisches Lebensumfeld zu schaffen und zu erhalten, bedeutet die "weichen" Politikfelder - Umweltpolitik, Infrastrukturpolitik, Verbraucherschutzpolitik, Landschaftsschutz - als neue Bausteine für eine höhere Lebensqualität zu begreifen.

    Die Universitäten und Schulen sollten nicht nur als Ausbildungszentren verstanden werden, sondern als Bildungszentren, musische, kreative Prozesse also im Unterricht aufgewertet werden. Ein Prozess, der schon in den Kitas beginnen soll.

    Andere Kulturen müssen als Chance begriffen und integriert werden, statt deren Assimilation zu betreiben.

    Stadt- und Raumentwicklungen sollten sich nicht nur auf Betonbauten konzentrieren, sondern kreative Laboratorien und Freiräume für Menschen schaffen.

    Eine Verflüssigung der Grenze zwischen Erwerbs- und ehrenamtlicher Arbeit würde die der Vielzahl der Tätigkeiten und Begabungen von Menschen gerecht.

    Die öffentlichen Mittel sollten umgeschichtet werden und gezielt für eine Förderung von neuen Medien und innovativen Entwicklungen eingesetzt werden.

    Kultur wird von den Regierungschefs bundesweit wird als Chefsache definiert und den Staatskanzleien subsumiert. Das ist eine Missachtung, Verkennung und Korrumpierung des Grundcharakters von Kultur. Sie ist nicht Chefsache, sondern ihre Infragestellung.

  • RE: Grüne Urwahl zur Spitzenkandidatur 2017

    sorros, 22.10.2016 01:05, Antwort auf #7
    #9

    Robert hat ein bißchen diesen Newcomerbonus, obwohl er VizeMP ist, aber er ist noch relativ unbekannt.
    Toni hat keine Chance. Er wirkt unbeholfen und nicht authentisch. Haare, Anzug und Auftreten passen nicht zusammen. Sein immer wieder mißlingender Versuch, sein bayrisch zu unterdrücken, verstärkt diesen Eindruck.

    Damit ich nicht falsch verstanden werde, das alles hat nichts mit meiner politischen Position zu tun. Außerdem könnte ich mit Tony als Spitzenkandidat innhaltlich ganz gut leben. Aber medial wäre er eine Kathastrophe.

    Das sehe ich gänzlich anderst! - auch weil für mich "Äusserlichkeiten" keine Rolle spielen (dürfen)!

    -

    Tun sie aber.

  • Erstes Urwahlforum

    sorros, 22.10.2016 21:29, Antwort auf #9
    #10

    https://www.youtube.com/watch?v=SL6f57i_CUY
    Die Show beginnt ab der 20. Minute.

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