Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

Beiträge 1 - 10 von 46
  • Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    drui (MdPB), 04.11.2016 11:18
    #1

    Am Dienstag ist es soweit, ich fange schon mal an.

    Dazu eine Begründung: Ich glaube dem Umschwung in den Umfragen nicht. Er wäre historisch gesehen äußerst ungewöhnlich, so kurz vor der Wahl, und ein Grund hierfür fällt mir nicht ein, unbekannte mögliche emails sind mir dafür zu wenig. Wer etwas über die Probleme der amerikanischen Umfrageinstitute lesen möchte, kann das hier tun:
    http://www.politico.com/story/2016/11/election-public-polling-flaws-230710
    Kurz: Die internen Umfragen sind besser als die öffentlichen, weil sie das Sample auf die demographische Zusammensetzung der registrierten Wähler abgleichen, keine zusätzlichen „Enthusiasmus-Werte“ abfragen und vorsichtiger umgehen in der Interpretation von Befragten, die nicht antworten wollen. Und in den internen Umfragen sind die Ausschläge nach oben und unten deutlich geringer. Bei Rücklaufquoten von unter 10% spielen solche Dinge eine enorme Rolle und da vertraue ich lieber auf Daten aus dem early voting.

    %

    Clinton: 49, Trump: 42, Andere: 9

    Sitze:

    Clinton: 334, Trump: 198, McMullin: 6
    Staaten an Clinton: Firewall +Nevada, NC, Florida, Arizona

  • RE: Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    Laie, 04.11.2016 12:48, Antwort auf #1
    #2

    Jeder kennt das hoch interessante Experiment von den Affen, die mehr Gewinne als Investoren machen.

    https://www.welt.de/finanzen/article115382089/Affen-machen-mehr-Gewinne-als-Inve storen.html

    Ich habe von den Wahlbesonderheiten in den USA so gut wie keine Ahnung und keinerlei Überblick, wer welche Staaten am Ende gewinnt. Ich lasse mich da einfach total überraschen...*g*. Deshalb probiere ich es somit mal mit einer "Affenprognose" und tippe auf 273 für Trump und 265 für Clinton. Nach dieser "Treffermethode" bin ich übrigens auch im 538er Markt vorgegangen.

    Nine/Eleven (11.9.) war damals ein zentraler Wendepunkt in der Weltgeschichte. Am 9.11. kennen wir die Wahlergebnisse.

    Vielleicht ist die Zahlenkombination von 9 und 11 wieder ein zentraler Wendepunkt in der Weltgeschichte...*g*

    So kurz nach Halloween sind solche "dunklen Verschwörungen" ja noch echt "glaubhaft"...;)

    Spaß beiseite, beachten sollten Menschen im Gegensatz zum Affen immer dies:

    "In zahlreichen Untersuchungen haben die Forscher nachgewiesen, dass Schimpansen ihre humanoiden Verwandten bei Anlageentscheidungen schlagen.

    Der Grund liegt im menschlichen Gehirn: Es macht den Menschen zwar intelligent, aber auch anfällig für alle möglichen Fehlannahmen und Selbsttäuschungen - was an der Börse fatal ist."

    Und falls ich mit meiner Prognose falsch liegen sollte, wäre dies der Beweis, dass ich ein Mensch bin...*g*

  • RE: Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    Sigmaalpha, 04.11.2016 13:34, Antwort auf #2
    #3

    Meine Prognose: Trump bekommt um die 240 Wahlmänner, der Rest geht an Clinton. Genauere Prognosen sind aufgrund der hohen Unsicherheit schwierig.

  • RE: Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    gruener (Luddit), 04.11.2016 21:19, Antwort auf #3
    #4

    ich halte im moment vieles für denkbar:

    einen klaren sieg von clinton ebenso wie ein rennen, das uns über viele stunden ( und womöglich tage) unter dem header "too close to call" begegnen könnte. druis optimismus zu teilen, fällt mir schwer.

    den echtgeldbörsen habe ich jedenfalls mein kapital mit gewinn entzogen. wömöglich steige ich am 8.11. wieder ein.

  • RE: Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    Jumi1974, 04.11.2016 22:08, Antwort auf #4
    #5

    Bei dieser Wahl ist ALLES möglich - ein klarer Sieg für Clinton, als auch ein klarer Sieg für Trump.

    Am wahrscheinlichsten halte ich allerdings dass Trump das Rennen macht! Wieso?

    1.) Psychologisch gesehen ist es so, dass Menschen dazu neigen einem Gesprächspartner das zu sagen, was er hören möchte. Die 23 größten Zeitungen in den USA haben sich gegen Trump bekannt (wenn auch nicht alle für Clinton). Zudem ist der Präsident und der größte Anteil der high society gegen Trump. Und ich denke nicht jeder Trump-Anhänger wird in einer Befragung zugeben, dass er für Trump stimmen wird, während wohl kaum ein Clinton-Wähler seine Neigung verheimlichen wird. Dieser Effekt wird zwar geringer ausfallen, als bei der AfD in Deutschland, wo 1/4 aller AfD-Wähler bzgl. des Wahlverhaltens gelogen haben, dafür dürfte aber auch 1/10 odr weniger reichen um Clinton zu überholen.

    2.) Ein Sieg Trumps ist auch ohne Stimmenmehrheit möglich

    Ich selbst mache mir nicht die Mühe jeden einzelnen Staat zu analysieren, sondern verlasse mich da weitestgehend auf 538.

    Bei 538 ist zu lesen:

    Clinton wins popular vote: 75,7%

    Trump wins popular vote: 24,3%

    Soweit, so gut.....

    Was aber interessant ist:

    Clinton wins popular vote but loses Electoral Collage: 11,9%

    Trump wins popular vote but loses Electoral Collage: 0,6%

    Und wenn ich das jetzt nicht völlig falsch interpretiere heißt das, dass falls Trump die Stimmenmehrheit holt es fast unmöglich ist dass er die Wahl verliert. Wenn aber Clinton die Stimmenmehrheit gewinnt es gut möglich ist, dass Trump trotzdem gewinnt.

    Meine Hoffnung: Keiner der beiden o.g. Vollpfosten erreicht 270 Electorals und ein anderer (z.B. Mc Mullin) wird Präsident. Auch wenn das leider nicht sehr wahrscheinlich ist :-(

    Aber wie gesagt, ich halte ALLES für denkar.

  • RE: Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    Laie, 04.11.2016 23:30, Antwort auf #5
    #6

    Am wahrscheinlichsten halte ich allerdings dass Trump das Rennen macht! Wieso?

    Jetzt "verdirbst"" du mir aber gründlich meine "Affenprognose". Ich dachte wirklich,  ich bleibe damit der einzigste, der blind, ohne die Staaten zu vergleichen um damit mögliche Wahlmänner zu addieren,  eine "beliebige" Zahl in den Raum wirft und auf Trump setzt. Denn ich probiere hier ein Experiment aus, ob man wirklich besser als alle amerikanischen Umfrageinstitute sein kann, obwohl man von der USA so gut wie keine Ahnung hat.

    Wenn du die Wahrscheinlichkeit für Trump schon so einschätzt, wieviele Wahlmänner schafft denn Trump bzw. Clinton? Für einen möglichen Wahlfieber Podestplatz wäre dies schon (noch) wichtig zu wissen...:)

  • RE: Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    Jumi1974, 05.11.2016 00:02, Antwort auf #6
    #7

    Moment, ich geh mal kurz in die Zoohandlung McZoo24,  kauf mir ein Affe und meld mich später wieder ;-)

  • RE: Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    Bergischer, 05.11.2016 00:27, Antwort auf #1
    #8

    "Die spinnen, die Amis!" (frei nach Obelix) und weil dass so ist, wird sich die Wahl "aarschknapp" ausgehen:

    Clinton: 46,5 %

    "Dumpf" Trump:  45,5 %

    Andere: 8 %

    Bevor jetzt wegen meinem Obelix Zitat die "Antiamerikanismus Keule" rausgeholt wird: Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass das Establisment der Demokraten durch das - vorsichtig ausgedrückt - protegieren von Clinton zum Nachteil von Bernie Sanders, einen grossen Fehler gemacht hat ("spinnen") - und sollte es zu einer (nicht unwahrscheinlichen) Niederlage gegen den Vollpfosten "Dumpf-Trump" kommen, haben sie es somit selbst "versaubeutelt"! Denn eins ist doch im Laufe des Wahlkampf - oder besser der Schlammschlacht - überdeutlich geworden: Bernie hätte "Dumpf-Trump" - deklassierend - geschlagen!

  • RE: Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    Jumi1974, 05.11.2016 00:55, Antwort auf #5
    #9

    Um meine Einschätzung weiter zu konkretisieren....

    Laut 538 führt Clinton derzeit mit 2,8 PP vor Trump. Hält man sich eine Normalverteilungsfunktion vor Augen, die die Wahrscheinlichkeitsdichte der Wählerstimmen veranschaulicht, liegt der Hochpunkt (=Erwartungswert) bei Clinton +2.8. Links und rechts davon fällt die Funktion erst langsam, dann immer schneller ab.

    Bei Clinton/Trump +/- 0 dürfte sie schon mehr oder weniger stark fallen, was bedeutet dass unter allen von 538 simulierten Szenarien von denen Trump die meisten Wählerstimmen bekommt, er mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nur knapp gewinnt. Anders bei Clinton, die auf dem Hochpunkt (=Erwartungsert) der Normalverteilungsfunktion bei Clinton +2.8 liegt. Unter allen Szenarien in denen Clinton die Stimmenmehrheit gewinnt, ist ihr Vorsprung zu Trump mehr oder weniger deutlich.

    Gehen wir nun mal vom Szenario "Trump siegt im popular vote" aus - Hier siegt Trump im popular vote wahrscheinlich nur sehr knapp. Trotzdem ist für diesen Fall die Wahrscheinlichkeit, dass Clinton die Mehrheit an Electorals holt gering (siehe 538).

    Im Szenario "Clinton gewinnt popular vote" siegt Clinton beim popular vote sehr viel deutlicher. Aber trotz des für dieses Szenario angenommenen meist deutliche Sieg, läuft Clinton Gefahr die Wahl trotzdem zu verlieren.

    Das lässt mich zum Schluss kommen, dass es bereits bei einem Clinton-Vorsprung von Clinton +1 bis +2 eine 50:50 Chance für Trump gibt, in jedem Fall liegt diese 50:50 Chance auf der noch-Mehrheits-Seite von Clinton.

    Zum Thema lügen bei Wahlumfragen:

    Bei den Wahlumfragen zu den Landtagswahlen in BW, RP und Sachsen bzgl. der AfD musste man die Umfragewerte vor der Wahl etwa mit dem Faktor 1,33 multiplizieren um auf das Endergebnis zu kommen. Geht man davon aus (was wahrscheinlich ist), dass selbst diese Vorwahlumfragen für die AfD mit einem Faktor zustande kamen, ist der tatsächliche Faktor weit höher als "nur" 1.33.

    Ok, die USA ist nicht Deutschland mit einer schrecklichen Nazi-Vergangenheit wo jeder AfD-Wähler schnell als Nazi abgestempelt wird.

    Nehmen wir als Grundlage für die Umfrage in der USA (zu Gunsten von Clinton) 538 (mit Clinton +2.8) anstelle von RealClearpolitics (mit Clinton +1.7) und gehen wir davon aus das jene lügende Trump-Anhänger, die sich nicht zu Trump bekennen, nicht Clinton sonder "andere" oder "hab mich noch nicht entschieden" genannt haben (auch diese Annahme zugunsten von Clinton). Dann reicht bei einem Stand Clinton:Trump 48.5:45.7 selbst ein Faktor von 1.07 aus, um Clinton zu überholen, was aus obiger Überlegung noch nicht einmal notwendig wäre.

    Darum glaube ich, dass Trump am Ende siegen wird.

    Ach ja, mein Dartpfeile werfender Affe meint: Trump 274, Clinton 264 :D

  • RE: Persönliche Prognosen zur US-Präsidentschaftswahl

    Vincencu, 05.11.2016 01:25, Antwort auf #9
    #10

    Grüezi aus der Schweiz! Ich stimme Jumi1974 zu, bei dieser Wahl kann alles passieren. Anders als 2008 und 2012 bin ich mir dieses Jahr ziemlich unsicher. Ich glaube aber, dass Clinton knapp gewinnen wird. Nate Silver und realclearpolitics.com sind sich da insgesamt gesehen recht einig.

    Es gibt viele Unwägbarkeiten und in vielen Bundesstaaten wird es sicher sehr knapp. Insgesamt denke ich, dass Clinton am Ende von den 538 Wahlmännern ungefähr 280 gewinnen wird.

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