Großbritannien - Unterhauswahlen 2017

Beiträge 31 - 40 von 175
  • RE: Trump vs. Khan

    Prabhu, 07.06.2017 00:09, Antwort auf #30
    #31

    Öh, nein?

    Na, doch. Siehe Wikipedia: "In 2014, The Independent launched a sister website, i100, a "shareable" journalism site ..."

    Das, das was du verlinkt hast, sieht jedenfalls unseriös aus und passte außerdem nicht zur Fragestellung. Aber wollen wir nicht über Kleinigkeiten debattieren...

  • Trump und May

    Wanli, 07.06.2017 01:40, Antwort auf #31
    #32

    Der Premierministerin funkt der Donald auf jeden Fall ordentlich dazwischen im Wahlkampf. Je mehr er gegen britische Politiker poltert, desto mehr wirkt Mays ihm gegenüber freundliches Auftreten deplatziert. Würd mich nicht wundern, wenn sie demnächst selbst ein paar Spitzen abschießt, um nicht mit Drumpf in einen Topf geworfen zu werden, was die Opposition energisch zu erreichen versucht, unter anderem mit dem Vorstoß, Trumps geplanten Staatsbesuch abzusagen.

    The increasingly public and bitter Khan-Trump feud highlights Trump’s remarkable unpopularity among the leaders of America’s closest allies, many of whom find that their political fortunes improve if they confront the US president and suffer if they’re perceived as being too close to him. [...]

    On the flip side, May has faced persistent criticism at home for seeming too deferential to Trump during a White House visit in January. "I don't care how special the relationship is, some lines just shouldn't be crossed," Heidi Allen, a lawmaker from May’s own party, tweeted after May returned to the country. "Strong leadership means not being afraid to tell someone powerful when they're wrong.”

    Though a Khan spokesperson sent me a statement indicating that they were moving on — “the mayor is focused on dealing with Saturday's horrific and cowardly attack” — Khan’s call to cancel Trump’s state visit over the row is being echoed by many prominent British politicians, hoping to take advantage of anti-Trump sentiment to win votes in Thursday’s national election. The issue clearly has some legs. [...]

    “What percentage of Britons like Trump? I think 10 percent,” says Ben Walker, founder of the poll-watching site Britain Elects.

    https://www.vox.com/world/2017/6/6/15745058/donald-trump-sadiq-khan-london-expla ined

  • RE: Trump und May

    Prabhu, 07.06.2017 01:43, Antwort auf #32
    #33

    Trotzdem wird wohl May die Wahl gewinnen. Die Briten wollen doch keine Staatskrise angesichts des bereits gestellten Brexit-Antrags.

  • RE: Trump und May

    Wolli, 07.06.2017 14:32, Antwort auf #33
    #34

    Trotzdem wird wohl May die Wahl gewinnen. Die Briten wollen doch keine Staatskrise angesichts des bereits gestellten Brexit-Antrags.

    Naja, würden die Briten den Antrag zurückziehen, würde wohl niemand in Europa auf Erfüllung pochen.

  • RE: Trump und May

    Prabhu, 07.06.2017 15:19, Antwort auf #34
    #35
    Naja, würden die Briten den Antrag zurückziehen

    Dafür gibt es überhaupt keine Anzeichen. Keine einzige Umfrage der letzten Monate zeigt Labour in Führung: https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_United_Kingdom_general_ele ction,_2017 .

  • RE: Trump und May

    Wolli, 07.06.2017 15:40, Antwort auf #35
    #36
    Naja, würden die Briten den Antrag zurückziehen

    Dafür gibt es überhaupt keine Anzeichen. Keine einzige Umfrage der letzten Monate zeigt Labour in Führung: https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_United_Kingdom_general_ele ction,_2017 .

    Umfragen in GB sind so eine Sache ... in den letzten Jahren waren sie ausnahmslos komplett daneben.

    Abgesehen davon glaube ich auch nicht an einen Labour-Sieg; die Partei steht ja neben sich.
    Aber ob es ausgerechnet die Brexit-Linie ist, die May zu ihrem unverdienten Sieg verhelfen wird, bezweifle ich. Es ist mehr, daß Corbyn mit seinen altlinken Positionen noch jenseitiger ist.

  • Offene Fragen

    Wanli, 07.06.2017 21:08, Antwort auf #36
    #37

    Für mich ganz interessant ist, wie sich Labour in Wales schlägt. Die Partei hat dort seit dem Ersten Weltkrieg keine Wahl mehr verloren. Ältere Umfragen legten nahe, dass sich das dieses Jahr ändern könnte, eine aktuellere sieht die Roten aber wieder vor den Tories.

    Interessant ist auch, wohin es die UKIP-Wähler ziehen wird. Als die Partei zulegte, sahnte sie Stimmen sowohl aus dem Lager der Tories als auch aus dem von Labour ab; momentan scheint es aber, als würden von den wohl bevorstehenden massiven Verlusten der Rechten vor allem die Tories profitieren. UKIP wär sozusagen die Durchgangsstation gewesen, die Labourwähler in Konservative verwandelt hätte.

    http://www.newstatesman.com/politics/june2017/2017/06/will-general-election-2017 -finish-ukip

    In Bezug auf den Brexit wär es wirklich ganz interessant, wie eine Labourregierung da verfahren würde. Die Partei selbst ist eher gegen den Ausstieg, zudem wäre eine unterm Strich ja doch noch recht unwahrscheinliche Regierung Corbyn wohl überhaupt nur vorstellbar bei einer Zusammenarbeit mit der schottischen SNP, die nun wirklich sehr klar zur EU steht. Auf der anderen Seite wird man das Resultat einer Volksabstimmung (so knapp es auch ausgefallen ist) auch nicht einfach ignorieren können. Vertrackt.

    Abgesehen davon glaube ich auch nicht an einen Labour-Sieg; die Partei steht ja neben sich.
    Aber ob es ausgerechnet die Brexit-Linie ist, die May zu ihrem unverdienten Sieg verhelfen wird, bezweifle ich. Es ist mehr, daß Corbyn mit seinen altlinken Positionen noch jenseitiger ist.

    Also, in den letzten Wochen hat Labour doch recht geschickt agiert. Zudem kann halt immer mal der Punkt kommen, wo das, was gestern noch out war, plötzlich wieder ganz hip ist. Glaub nicht, dass "altlinke Positionen" jetzt bis zum Tag des jüngsten Gerichts ausgedient haben. Ich glaub auch nicht, dass es für Labour reichen wird, denke aber schon, dass die Partei in den letzten Wochen eine Änderung im öffentlichen Bewusstsein erreicht hat - Corbyn ist nicht mehr die Witzfigur, als die er lange galt.

  • RE: Offene Fragen

    drui (MdPB), 07.06.2017 21:45, Antwort auf #37
    #38

    Für mich ganz interessant ist, wie sich Labour in Wales schlägt.

    Anscheinend nicht schlecht:

    There was alarm in the Labour ranks when the first poll of the election suggested the Tories could win a majority of seats in Wales for the first time since the 1850s – before the era of mass democracy.

    But the party has fought back strongly.

    Here’s the poll figures:

    Labour: 46%

    Conservatives: 34%

    Plaid Cymru: 9%

    Liberal Democrats: 5%

    Ukip: 5%

    Others: 1%

    The Labour share is its best since Tony Blair’s 2001 general election victory; the Lib Dem share suggests this could the worst general election they or their predecessor parties have ever experienced in Wales.

    Projected seat changes from the 2015 result (shown in brackets):

    Labour: 27 seats (+2)

    Conservatives: 9 seats (-2)

    Plaid Cymru: 3 seats (no change)

    Liberal Democrats: 1 seat (no change)

    https://www.theguardian.com/politics/live/2017/jun/07/general-election-2017-camp aign-final-day-human-rights-politics-live

    Fakt ist: Außer YouGov (Hung Parliament, aber klarer Vorsprung der Tories) sagen alle Institute einen sehr deutlichen Sieg der Tories voraus. Experten sogar einen noch höheren als die Umfragen.

    Was mich skeptisch macht, dass der soo groß ausfällt:

    - Die Institute haben mehrheitlich in den letzten Tagen eine Zunahme der Tories in Umfragen konstatiert, während Labour stagniert. Ich hatte eher den Eindruck, dass May, wenn sie auf normale Menschen trifft, schon fast kollabiert und gerade nach dem Terrorangriff sehr unsouverän agiert.

    - Social Media und junge Briten pushen Labour, letztere müssten nur auch zur Wahl gehen.

    - Labour hat mit der Turnout-Organisation "Momentum" durchaus beeindruckende Möglichkeiten aufgebaut, ihre Wähler zu motivieren.

    - Die Tories haben mmN zwei taktische Fehler gemacht, die ihre Basis betreffen: Alte Wähler. Zum einen die Demenz-Steuer. Zum anderen die Einschnitte ins Gesundheitssystem+ fehlende Emphatie - um nicht zu sagen Verachtung - Mays für die, die darunter leiden. Merkel wäre das nicht passiert.

    - Mein Bauchgefühl.

  • RE: Offene Fragen

    Wanli, 07.06.2017 22:04, Antwort auf #38
    #39

    Ich hatte eher den Eindruck, dass May, wenn sie auf normale Menschen trifft, schon fast kollabiert und gerade nach dem Terrorangriff sehr unsouverän agiert.

    Den Eindruck vermittelt auch The Atlantic, der Mays letzte Wochen in düsteren Farben nachzeichnet:

    May’s “stability” was always an invention. As early as January, the Economist had dubbed her “Theresa Maybe” for her lack of any clear strategy on Brexit and habit for backing off key promises, not least the election itself. But this was more than just a nickname now. Her ineptitude had become the main event. Her sternness turned to nervousness; her convictions became calamities. This continues to be the case now, just days before the election. She has become so frightened of saying something wrong that she almost ceased to speak at all, avoiding all televised debates and interviews where possible. The Iron Lady had been rebooted as the Robot Lady: endlessly repeating her programmed phrases, incapable of directly answering questions, and occasionally breaking into a strange, paranoid laugh that suggested a glitch in her software.

    https://www.theatlantic.com/international/archive/2017/06/theresa-may-election-b rexit-attack-corbyn-robot-labor-conservative/529371/

    Gerade der Terror müsste einer konservativen Regierungspartei, die sich grundsätzlich gern in Law-and-Order-Pose wirft, eigentlich Auftrieb geben. Aber in ihrer ehemaligen Funktion als Innenministerin lenken gerade die Anschläge den Blick auf die damals von ihr zu verantwortenden Kürzungen, die sie einst verteidigte, indem sie sie Kritikern billige Panikmache vorwarf.

    Und mit diesem neuen Blick auf besagte Einschnitte geraten automatisch auch die übrigen Folgen der langjährigen Austeritätspolitik indirekt in den Fokus; wieder der Atlantic:

    As Tom Crewe examined in a comprehensive essay for the London Review of Books last year, many councils are set to lose more than 60 percent of their incomes by 2020. Local bus and housing services, mostly used by the less well-off, have seen their budgets cut by a quarter since 2010, when the Conservative Party took power. The number of families identified as homeless has increased by 42 percent in the same period. In 1981, renting a council property required less than 7 percent of an average income; in 2015, for a private tenancy, the figure was 52 percent (72 per cent in London), higher than anywhere else in Europe. No European country is so unequal, either.

  • Die Prognose einer zweiten (deutschen) Wahlbörse

    gruener (Luddit), 08.06.2017 02:05, Antwort auf #39
    #40

    ... seit Mitternacht geschlossen

    Con 41,83

    LAB 34,60

    LIB 9,75

    UKIP 4,79

    SNP 4,78

    Greens 3,20

    Andere 3,28

    geht sich nicht auf 100 % aus.

    ******

    können wir das ggf. besser?

    aktuell zweifel ich daran.

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  • -
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