The Devil And The Deep Blue Sea -- United States (US) Presidential Election, 2016

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  • RE: Soziopath

    drui (MdPB), 04.08.2016 00:49, Reply to #60
    #61

    Entweder fehlen die Latten oder er hat schlicht und einfach keine Lust mehr. Selbst ein totaler Amateur kann in so kurzer Zeit nicht so viele offensichtliche Fehler machen wie Trump, und er verliert zunehmend die Unterstützung seiner engsten Verbündeten.

    Sein Vize Pence unterstützt Ryan, einen Tag nachdem Trump zur Wahl seines Gegenkandidaten aufgerufen hat. Ginrich, Carson, und Christie wollen, dass Trump sich für die Beleidigungen an Angehörigen von US-Veteranen entschuldigt. Sein Wahlkampfmanager Manafort sagt, Trumps jünsgte Äußerungen wären dumm, und lässt anklingen, Trump wäre beratungsresistent. Das frustierte Team wird nur noch vom Hass auf Clinton zusammengehalten:

    This adviser said Trump “literally can’t help himself” in responding to perceived slights or taunts — and that his team and closest allies are demoralized and frustrated, especially over the apparent disconnect between Trump and the RNC.

    The adviser said Trump had easily bounced back from other controversies, but this latest round borders on a point of no return. “It feels like we’re close to it.” The only silver-lining? "Republicans’ intense hatred for Clinton. You remind yourself who the opposition is.”

    http://www.politico.com/story/2016/08/trump-republicans-frustration-226625

    Clinton liegt derzeit 7-10% in Führung, und wenn Trump den Trend nicht stoppt, werden immer mehr Republikaner sich von ihm distanzieren, um ihren eigenen Arsch bzw. Kongress und Senat zu retten. Dann kann es in zwei bis drei Wochen praktisch vorbei sein.

  • RE: Soziopath

    sorros, 04.08.2016 14:58, Reply to #61
    #62

    Clinton liegt derzeit 7-10% in Führung, und wenn Trump den Trend nicht stoppt, werden immer mehr Republikaner sich von ihm distanzieren, um ihren eigenen Arsch bzw. Kongress und Senat zu retten. Dann kann es in zwei bis drei Wochen praktisch vorbei sein.

    Schaun wir mal. Ich würde mich ja freuen, wenn Du recht hast, aber ich halte das keineswegs für sicher.
    Trump setzt nicht auf konservative Wähler, sondern auf den Mob, auf Wütende, Verzweifelte, Verunsicherte, Establishmenthasser und Phobiker aller Art.

    Nach meiner Einschätzung ist das ein neues politisches Experiment. Das hat in der Form noch nie jemand gemacht.
    Das ist auch nicht vergleichbar (trotz viele ähnlicher Zielgruppen) wie die neue europäische Rechte, Erdogan etc.

  • RE: Soziopath

    drui (MdPB), 04.08.2016 16:04, Reply to #62
    #63

    Es ist noch lange hin bis zur Wahl und die TV-Debatten können etwas ändern (wenn Trump daran teilnimmt), aber die derzeit eintrudelnden Umfragen zeigen, dass immer mehr swing states eindeutig an Clinton gehen.

    Pennsylvania (+8), Colorado (+9), New Hampshire (+15). Das gilt aber nicht für die Senatswahlen, dort halten die Republikaner nach Umfragen 52 Sitze und die Mehrheit, gewinnen ua. in New Hampshire (+3) und liegen in Pennsylvania nur 2 Punkte zurück. Entweder ist Clinton also doch nicht so unbeliebt wie gedacht, oder Trump ist die totale Katastrophe. Ich tippe af Letzteres. Und wenn immer mehr Republikaner merken, dass sie bei einer Distanzierung von Trump gegen den Präsidentschaftstrend gewinnen können, dann werden sie es tun.

    http://www.politico.com/story/2016/08/colorado-trump-shrinking-electoral-map-226 653

    http://www.politico.com/blogs/swing-states-2016-election/2016/08/clinton-trump-n ew-hampshire-poll-226626

    http://www.electoral-vote.com/evp2016/Senate/Maps/Aug04.html

  • Landslide

    drui (MdPB), 05.08.2016 16:06, Reply to #63
    #64

    So könnte es aussehen, wenn Trump nicht bald die Kurve kriegt:

    http://www.electoral-vote.com/evp2016/Pres/Maps/Aug05.html#item-2

    347 zu 191 klingt massiv, es wäre aber nur das 2012-Ergebnis plus North Carolina (das demographisch immer einfacher für Demokraten zu gewinnen wird). Es könnte aber noch schlimmer kommen, wenn Arizona, Georgia, Mississippi oder gar Utah blau werden.

    Und es wird immer spannender, ob der republikanische Spagat z.B. von Parteichef Ryan gelingt, einerseits Trump offiziell zu unterstützen, sich andererseits von ihm zu distanzieren:

    Reflecting on these verbal gymnastics, Slate's Jim Newell wonders [slate.com] what exactly the limits of that blank check are. Ryan has described Trump's comments about the Khan family as "beyond the pale," so apparently "beyond the pale" is still OK. He also characterized Trump's attack on Judge Gonzalo Curiel, as the "textbook definition of a racist comment," so apparently textbook racism is OK, too. Newell suspects that the check actually has no limit, but also that Trump will do his best to find out if that's true.

    Bei den Senatskandidaten hat sich Trump noch nicht negativ ausgewirkt, aber das kann noch kommen. Alle republikanischen Senatskandidaten schneiden in Umfragen in ihrem Bundesstaat besser ab als Trump.

    Im Senat steht es laut Umfragen nur noch 51:49 für die Republikaner.

    http://www.electoral-vote.com

  • RE: Landslide

    saladin, 07.08.2016 11:02, Reply to #64
    #65
    Im Falle von einem Erdrutschsieg würde auch Georgia, Arizona und Utah blau werden.
  • RE: Zeit für nen Herbstmarkt!

    sorros, 09.08.2016 12:42, Reply to #27
    #66

    Die Frage die sich mir hierbei für den Herbstwahlmännerwahl stellt ist:
    Wäre das überhaupt theoretisch möglich gewesen?
    Also kann mann einen Teil der Wahmmänner, in diesem Fall 25% der Wahlmänner von Ri überhaupt bekommen?
    Meines Wissens sind das doch WTA Wahlen in den jeweiligen Staaten, oder?

  • Aufteilung von Wahlmännern in Bundesstaaten

    drui (MdPB), 09.08.2016 15:47, Reply to #66
    #67

    In 48 der 50 Bundesstaaten erhält also der Kandidat mit einer Mehrheit der abgegebenen Stimmen in einem Bundesstaat auch alle Wahlmännerstimmen. Nur in Nebraska und Maine werden die Stimmen aufgeteilt.

    http://www.handelsblatt.com/archiv/wahlmaenner-und-andere-besonderheiten-die-pra esidentschaftswahl-the-winner-takes-it-all/3045782.html

    Maine (seit 1972) und Nebraska (seit 1996) Verteilen ihre Wahlmänner/-frauen nach dem Gewinner im jeweiligen Bezirk (je 1) und dem Gewinner des Bundesstaates (2 zusätzliche WM). Bis zur Wahl 2008 machte das keinen Unterschied, nur da holte Obama einen Distrikt gegen McCain, der den Staat Nebraska mit 57% gewonnen hatte. Trump könnte also z.B. in Maine einen Distrikt stehlen und Clinton einen in Nebraska.

    http://www.fairvote.org/maine_nebraska

  • RE: Aufteilung von Wahlmännern in Bundesstaaten

    sorros, 09.08.2016 16:11, Reply to #67
    #68

    Danke!

  • Praesidentschaftswahl: Update

    Wanli, 17.08.2016 23:25, Reply to #68
    #69

    Falls Perot wirklich eine Wahlmaennerstimme aus Rhode Island bekommen haben sollte, dann kann das eigentlich nur jemand gewesen sein, der anders abgestimmt hat, als er es aufgrund des Wahlergebnisses eigentlich haette tun muessen - das gab es ja schon oefters bei diesen Abstimmungen. Fuer einen Markt ist ein solch abweichendes Verhalten natuerlich bedeutungslos, da wird ja einfach geschaut, wie viele Wahlmaennerstimmen jeder Kandidat an der Wahlurne erhalten hat.

    Ich versuche mal wieder ein kleines Update. Vox hat einen laengeren Artikel ueber Prognosemodelle, und zwar solche, die voellig auf die ueblichen Umfragezahlen verzichten und stattdessen auf sogenannten Fundamentaldaten (etwa dem Wirtschaftswachstum oder den Beliebtheitswerten des amtierenden Praesidenten) basieren - in der Vergangenheit oft mit recht guten Prognoseergebnissen. Heuer sagen diese Modelle eher einen knappen Sieg der Republikaner voraus.

    http://www.vox.com/2016/8/17/12455782/donald-trump-fundamentals-underperform

    Die aktuellen Umfragen sprechen allerdings eine andere Sprache: Sowohl 538 als auch die New York Times sehen auf der Basis ihrer Modelle, die sich auf Umfragezahlen stuetzen, Trump momentan sieben bis acht Punkte hinter Clinton.

    http://www.nytimes.com/2016/08/16/upshot/the-state-of-the-clinton-trump-race-is- it-over.html

    http://fivethirtyeight.com/features/election-update-10-big-questions-about-the-e lection-revisited/

    Es scheint also, als wuerde Trump sich deutlich schlechter schlagen, als das von einem abstrakten Durchschnittskandidaten der GOP zu erwarten waere. Trump versteht den Wahlkampf einfach nicht: Inzwischen sammelt er zwar - sehr spaet - Wahlkampfspenden ein, verfuegt aber in den wichtigen Swing States noch kaum ueber eine Infrastruktur; der Mogul liess verlauten, eine direkte Ansprache unzuverlaessigerer Waehler - Stichwort "get out the vote", eine Spezialitaet der Obamawahlkaempfe - erklaert er fuer ueberfluessig.

    Hillary gab mittlerweile knapp hundert Millionen fuer Fernsehwerbung aus, Drumpf noch gar nichts. Auch das Spiel mit den Medien mag nicht mehr recht gelingen; statt seine Nachricht zu fokussieren auf waehlerwirksame Themen und die Schwaechen der Konkurrentin, lenkt der Donald die Aufmerksamkeit eher davon ab. Die Rede des Vaters eines gefallenen muslimischen GIs auf dem demokratischen Wahlparteitag haette die breite Oeffentlichkeit wohl kaum mitbekommen, da sie nicht zur Hautsendezeit lief. Trump lieferte sich dann aber ein wochenlanges Scharmuetzel mit besagten Eltern, sodass deren Vorwuerfe mittlerweile jedem ein Begriff sind.

    Bislang hatte der Donald immerhin mit Paul Manafort einen Wahlkampfchef an seiner Seite, der immer wieder zu serioeserem Auftreten draengte und ihm entprechende programmatische Reden schreiben liessen, die Drumpf erkennbar langweilten - eine Stunde vom Teleprompter Ideen abzulesen, wie man die Wirtschaft staerken koennte, macht halt deutlich weniger Spass als der geliebte Krawall.

    Jetzt hat der New Yorker die Reissleine gezogen: Manafort wurden Kompetenzen entzogen, den Wahlkampf soll jetzt vor allem der Nachrichtenchef von Breitbart News gestalten, einer Seite, die alle jene anspricht, denen FOX zu zahm ist. Die Vorbereitung auf die Debatten wird wohl der juengst von FOX geschasste Serienbelaestiger Roger Ailes uebernehmen. Trump besinnt sich auf seinen Markenkern, Schluss mit allen Versuchen also, serioeser zu wirken.

    http://talkingpointsmemo.com/edblog/trump-s-razor-slices-world-in-half

    http://www.motherjones.com/kevin-drum/2016/08/lets-get-know-steve-bannon-donald- trumps-latest-svengali

    Der Doyen der ganz oben erwaehnten Fundamentaldatenprognosen, Alan Abramowitz, raet inzwischen, seinem Modell keinen Glauben zu schenken: Es gehe naemlich davon aus, dass beide Parteien kompetente Kandidaten nominieren.

    EDIT: Den fuer Trumpisten charakteristischen Mix aus Bullshit und dicker Hose demonstriert mal wieder perfekt Drumpf-Fan Rudy Giuliani:

    “A lot of people think he has no organization. Good. I like them to think that.”

    https://politicalwire.com/2016/08/17/quote-of-the-day-1356/

  • Kleine Marktkritik

    drui (MdPB), 18.08.2016 00:03, Reply to #69
    #70

    Wafi-Prognose: Clinton 45%, Trump 41,75%, Andere 13,05%

    Durchschnitt der letzten Umfragen nach 538: Clinton 49,1%, Trump 40,8%, Andere 10,1%

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Clintons Vorsprung etwas schmilzt (538 prognostiziert einen Vorsprung von 4-5%, wegen den ökonomischen Daten und wenn Trump halbwegs gesund im Kopf wäre/ würde).

    Die Prognose der Anderen kann ich weniger nachvollziehen. Johnson liegt derzeit bei 8,8%, er bräuchte innerhalb von 3-4 Wochen 15% im Durchschnitt, um zu den Fernsehdebatten eingeladen zu werden, und wenn er das nicht schafft, wird sein Anteil eher unter 5% liegen. Führende Never-Trumpies in der GOP haben bislang wenig Anstalten gemacht, Johnson zu unterstützen, eher hat noch Hillary profitiert. Auch republikanische Super-Pacs und Großspender halte sich zurück und lassen Johnson finanziell ausbluten. Jill Stein geht medial völlig unter und kann kaum von Bernie-Fans profitieren. Wenn es dann in den Debatten zu einer Hillary-Donald-Polarisierung kommt, kann ich mir nicht vorstellen, dass Drittkandidaten insgesamt über 8% kommen. Zu Erinnerung: 2012 haben sie 1,7% geschafft.

    http://projects.fivethirtyeight.com/2016-election-forecast/?ex_cid=rrpromo

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Märkte und Wahltermine im
März 2012

Im laufenden Monat finden folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen sind eigene Märkte aufgesetzt worden:

  • 06.03. Super Tuesday in den USA
  • 06.03. GOP-Vorwahlen in Ohio
  • 06.03. GOP-Vorwahlen in Virginia
  • 10.03. Parlamentswahl in der Slowakei
  • 11.03. kantonale Wahlen in der Schweiz: Schwyz, St. Gallen, Uri, Waadt
  • 11.03. Volksabstimmung in der Schweiz
  • 13.03. GOP-Vorwahlen in Mississippi
  • 17.03. GOP-Vorwahlen in Missouri
  • 18.03. Bundespräsidentenwahl
  • 20.03. GOP-Vorwahlen in Illinois
  • 24.03. GOP-Vorwahlen in Louisiana
  • 25.03. Landtagswahl im Saarland

neue / kommende Märkte

  • Gemeinderatswahl in Innsbruck
  • Bürgermeisterwahl in Innsbruck
  • Landtagswahl in Schleswig-Holstein
  • Parlamentswahl in Griechenland
  • Parlamentswahl in Frankreich
  • Präsidentschaftswahl in Frankreich
  • kantonale Wahlen in der Schweiz: Thurgau
  • deutscher Fußballmeister
  • Euro 2012

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