Der Markt für die Kommunalwahlen in Hessen am 15.03.2026 startet am morgigen Donnerstag.
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Dazu eine Anmerkung:
Die Partei Freie Wähler und die Wählergruppen wurden zusammengelegt. M.E. ist es unmöglich, aus der Distanz festzustellen, ob eine Waählervereinigung eine Unterorganisation der Partei Freie Wähler ist oder nicht.
Das 2021er Ergebnis lautete:
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Gibt es einzelne Stadtratswahlen, die unbedingt als Markt aufgesetzt werden sollten?
Es böten sich z.B. an: Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Kassel, Marburg, Wiesbaden. Nicht wenige davon grüne Hochburgen, somit aus prognostischer Sicht überaus interessant.
Ich bitte aber zu beachten, dass der März 2026 kein wirklich wahlarmer Monat ist.
Ausnahmsweise ist nicht von der FDP die Rede, auch nicht von der notleidenden Sozialdemokratie - ohne Frage, keine der zwei soeben genannten Parteien konnte sich bei der hessischen Kommunalwahl mit prozentualem Ruhm bekleckern; allerdings, man glaubt es kaum: Es existiert noch eine gallische Gemeinde in Hessen, in der die Liberalen auf Platz 1 liegen - nein, es gibt eine Partei, die es noch arger erwischt hat. So arg, dass ich gar von grüner Diarrhoe sprechen möchte.
Land auf, Land ab steht bei den ökologischen Weltverbesserern, Islamfreunden und Wokeisten ein fettes Minus hinter ihren aktuellen (vorläufigen) Wahlergebnissen. Nicht allein, dass sie vieler Orts die CDU an sich vorbeiziehen lassen müssen, ihre blauen Erzfeinde überrunden die Partei beinahe spielend. Und mancher Orts sogar die Linken. Was Cem Özdemir dank einer auf ihn zugeschnittenen gemäßigten Wahlkampagne am vorgangenen Wochenende noch glänzend kaschieren konnte, schlägt ihnen nun in ihrem Stammland voll auf die vegane Fresse: der unbarmherzige Zorn der Wählenden. Die Klima-Apokalypse zieht nicht mehr an der Wahlurne. Statt einer Drag-Queen sind eher wieder Sydney Sweeney und Co angesagt. Statt Nemo und JJ dann doch lieber 75+. Oder eben echte 8 Inches. (So viel zum Thema gute und schlechte Klischees)
Man muss sich das in aller Ruhe im Munde zergehen lassen wie einen guten alten Single Malt (für besonders eifrige Grüne gibt es den bestimmt auch irgendwo in einer Alkfrei-Variante): Bündnis 90/Die Grünen sind in Opposition. Sowohl im Land Hessen wie auch auf Bundesebene. Die Regierenden dabei in etwa so beliebt wie gemeinhin Darmgrippe. Eigentlich ein Idealzustand für jede Oppositionspartei. Nicht so für die Grünen: Sie kacken ab. Man kann sich unschwer vorstellen, wie tief und nachhaltig der Frust ihrer einstigen Wählerschaft sitzen muss. Das Projekt "Einstelligkeit" ist im Hessischen in greifbare Nähe gerückt. Wer hätte das vor einigen Jahren für möglich gehalten? - Aber, grüne Jungs und Mädels: Da geht noch mehr.
Wenn erst einmal dieses eigentlich unmögliche Projekt realitär geworden ist, gehen wir geschwind das Nächste an. Nennen wir es vorerst "Projekt 4,9 %". Einen Vorgeschmack darauf gibt es in Kürze an dieser Stelle bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Und bereits in einer Woche kann die grüne Partei vermutlich nachvollziehen, wie den SPD'lern Anfang März in Baden-Württemberg zu Mute gewesen sein dürfte: Hundeelend. Als "Roter" las man im Ländle (wo man bekanntlich alles kann außer Hochdeutsch und Sozis wählen) nur noch Villeroy & Boch. Immer wieder Villeroy & Boch.
Die Grünen sind seit Gestern ebenfalls auf einem guten Weg dahin. - Fühlt sich etwa noch wer genötigt sie aufzuhalten?
Bischen Kleiner ging dein Fäkal-Abgesang auf die Grünen nicht, Grüner?
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2016 waren es landesweit 11,3%
2021 mit FFF-Rückenwind gelang ein Sprung auf 18,4%
2026 sind es nun (vorläufig) 14,4%. Bei kompletter medialer Breitseite und Abgesang auf Klimaschutz, bei Trommelfeuer zur fossilen und AKW-Renaissance usw. usf.... Bei der Bundestagswahl waren es nur 12,6% in Hessen.
Und du träumst bei 14,4% gleich von 4,9%?
Da ist noch ne Weile hin. Aber ja. Einige Sitze sind dahin. Und klar gibt es irgendwelche Gemeinden wo Linke an Grünen vorbeiziehen. Der Landestrend ist 14,4 zu 5,8% von den Linken. Und die Linken waren diese mal Flächendeckend überall angetreten.
Die FDP hat sich ca. halbiert, die AfD mehr als verdoppelt, allerdings war sie wohl 2021 nicht flächendeckend dabei. Wie 15,9% in Hessen Kommunal zu werten sind im Vergleich zu 18,8% in BW? Letztes Jahr bei der Bundestagswahl erreichte die AfD in Hessen 19,8%. Weiß nicht so recht. Bäume wachsen noch nicht in den Himmel, aber sehr satte Etablierung.
SPD hat mit 20,2% weit mehr geholt als bei der Bundestagswahl in Hessen mit 14,2%. Das finde ich mit am erstaunlichsten.
Auf der Bundesebene hat sich die SPD jedenfalls seit 2025 nicht erholt.
Aber klar sind Kommunalwahlen nur schwer bzw. kaum mit Bundestagswahlen zu vergleichen.
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Viele Stunden lang wurde ausgezählt. Am frühen Montagmorgen lag das landesweite Trendergebnis vor.
Danach kam die CDU auf 29,7 Prozent der Stimmen. Das ist ein Gewinn von 1,2 Prozentpunkten im Vergleich zur Kommunalwahl 2021. Die AfD erreichte 15,9 Prozent (+9,1 Prozentpunkte). Die SPD holte 20,2 Prozent der Stimmen (-3,8 Prozentpunkte). Die Grünen kamen auf 14,4 Prozent (-4 Prozentpunkte). Die FDP holte 3,7 Prozent (-3 Prozentpunkte), die Linke gewann 1,8 Prozentpunkte und erreichte 5,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,4 Prozent (+4 Prozentpunkte).
Das Trendergebnis setzt sich aus den Zwischenständen der Kreistagswahlen sowie der Stadtverordnetenwahlen in den sec hs kreisfreien Städten zusammen - das heißt: am Sonntagabend zählten die Wahlhelfer zunächst nur jene Stimmzettel aus, auf denen ein Wahlvorschlag angekreuzt und weder kumuliert noch panaschiert wurde.
Wahlfieber, originally a platform from the German-speaking world, offers (user-based) forecasts on elections worldwide - using political prediction markets without applying any algorythm.
Germany / Austria / Switzerland
All national and state elections as well as selected local, mayoral and party elections
Europe
Almost all national elections as well as selected presidential, regional and local elections and votes.
USA
All presidential, senatorial and house elections (including mid-term and most presidential primaries/caucusses) as well as important special and state elections.
UK
All national and state elections as well as important special, local and mayoral elections and votes.
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